Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Europas und der weltweit drittgrößte Importeur chinesischer Waren mit über 159 Milliarden Euro Importen aus China im Jahr 2025. Ob Sie ein Mittelstandshersteller sind, der Komponenten beschafft, ein Amazon-DE-Verkäufer, der Lagerbestände aufbaut, oder ein Großhändler – diese Anleitung führt Sie 2026 Schritt für Schritt durch jeden Aspekt des Imports aus China nach Deutschland.
1. Warum Deutschland ein Top-Ziel für China-Importe ist
Deutschlands strategische Vorteile machen es zum Importtor Europas:
Deutsche Verbraucher und B2B-Käufer erwarten pünktliche Lieferung und Produktkonformität – deshalb sind transparente Preisgestaltung und ordentliche Zollabwicklung wichtiger als der absolut niedrigste Preis.
2. Der vollständige Importprozess
Schritt 1: Holen Sie sich Ihre EORI-Nummer
Jedes deutsche Unternehmen, das aus Nicht-EU-Ländern importiert, muss eine EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification) haben. Ohne sie bleibt Ihre Sendung im Hafen liegen.
Schritt 2: Produktkonformität prüfen
Stellen Sie vor der Versandbuchung sicher, dass Ihre Produkte den EU-Vorschriften entsprechen:
| Produktart | Erforderliche Zertifizierungen |
|---|---|
| Elektronik | CE, RoHS, EMC, WEEE-Registrierung |
| Textilien | REACH, OEKO-TEX (empfohlen) |
| Spielzeug | EN 71, CE-Kennzeichnung |
| Lebensmittelkontakt | EU 1935/2004, BfR-Konformität |
| Kosmetik | CPNP-Notifizierung, EU 1223/2009 |
Fallstrick: Lieferanten bieten oft "CE-Zertifikate" an, die nicht von EU-Behörden anerkannt sind. Prüfen Sie immer, ob das Testlabor EU-notifiziert ist.
Schritt 3: Versandart wählen
Vergleichen Sie Optionen basierend auf Fracht und Zeitplan:
| Methode | Transit (Shanghai → Hamburg) | Kosten (pro 40HQ) | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Seefracht FCL | 32-38 Tage | €1.500-€3.500 | Massenware, kostensensibel |
| Seefracht LCL | 35-42 Tage | €60-€120/CBM | Kleinere Mengen (<15 CBM) |
| Schiene (China-Europa Express) | 18-22 Tage | €2.500-€5.500 | Mittlere Dringlichkeit, Elektronik |
| Luftfracht | 5-8 Tage | €4-€8/kg | Hochwertig, zeitkritisch |
| Express (DHL/UPS) | 3-5 Tage | €8-€20/kg | Muster, kleine Pakete |
Schritt 4: Incoterms mit Ihrem Lieferanten verhandeln
Für Erstimporteure gibt FOB (Free on Board) im chinesischen Hafen Ihnen Kontrolle. Vermeiden Sie EXW (Ex Works), es sei denn, Sie haben einen vertrauenswürdigen chinesischen Spediteur. Vorsicht bei DDP (Delivered Duty Paid) – einige Lieferanten unterdeklarieren, um Zölle zu senken, was Sie haftbar macht.
Schritt 5: Zollabwicklung in Deutschland
Wenn Ihre Sendung ankommt:
1. Atlas (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungssystem) – Deutschlands elektronische Zollanmeldung
2. Bereitstellen: Handelsrechnung, Packliste, Konnossement/AWB, EORI, HS-Codes, Ursprungszertifikate
3. Zölle + Einfuhrumsatzsteuer zahlen, bevor die Waren freigegeben werden
4. Die meisten deutschen Spediteure oder Ihr Zollagent erledigen dies
3. Deutsche Einfuhrzölle und Mehrwertsteuer
Zölle
Berechnet als Prozentsatz des CIF-Werts (Kosten + Versicherung + Fracht). Häufige Sätze:
Genaue Sätze: TARIC EU mit Ihrem HS-Code.
Einfuhrumsatzsteuer
Beispiel: Elektroniksendung
4. Den besten Hafen wählen: Hamburg vs. Bremerhaven
| Faktor | Hamburg | Bremerhaven |
|---|---|---|
| Containervolumen | ~8,5 Mio. TEU/Jahr | ~5,0 Mio. TEU/Jahr |
| Direkte China-Dienste | Ausgezeichnet (alle großen Linien) | Gut (begrenzte Routen) |
| Binnenanschlüsse | Schiene nach ganz Deutschland + Osteuropa | Stark nach Nord-/Westdeutschland |
| Kosten | Etwas höhere Hafengebühren | Generell günstiger |
| Geeignet für | Massenimporte, Distribution | Automobile, Projektfracht |
Die meisten Mittelständler wählen Hamburg wegen des breiteren Service-Netzes und besserer Bahnverbindungen. Bei Versand nach Berlin, Sachsen oder Tschechien ist Hamburg die klare Wahl.
5. Die 5 häufigsten Fallstricke
❌ Fallstrick 1: Unterschätzung der Gesamt-Landed-Cost
Viele Erstimporteure vergleichen nur den Frachtsatz. Berechnen Sie immer Waren + Fracht + Versicherung + Zoll + USt + Zollagent + Last-Mile.
❌ Fallstrick 2: Falscher HS-Code
Ein 1-stelliger Fehler kann 12% Zoll statt 0% bedeuten. Prüfen Sie mit einem deutschen Zollagenten vor dem Versand.
❌ Fallstrick 3: Fehlende Produktdokumentation
Fehlende CE-Erklärungen, REACH-Konformität oder Kennzeichnung können zur Beschlagnahme führen. Alle Dokumente vor Verlassen Chinas besorgen.
❌ Fallstrick 4: Den billigsten Spediteur wählen
€200 Frachtersparnis können €5.000 Demurrage kosten, wenn Ihre Sendung wegen schlechter Dokumentation feststeckt.
❌ Fallstrick 5: Keine Frachtversicherung
Seeversicherung kostet typischerweise 0,3-0,5% des Warenwerts. €30 zu sparen kann €10.000 Schaden bedeuten.
6. Wie ShipGlobal deutschen Importeuren hilft
ShipGlobal ist speziell für europäische Importeure entwickelt, mit deutschspezifischen Funktionen:
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Bei Fragen kontaktieren Sie unser deutschsprachiges Team über unser Kontaktformular.
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*Diese Anleitung wird jährlich für die 2026er Vorschriften aktualisiert. Letzte Aktualisierung: Mai 2026.*